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Himmlische Himbeer-Rezepte, Teil 1

Aus einer kurzen Nachfrage entstehen manchmal die kreativsten Gespräche: Eigentlich wollte ich mich nur kurz vergewissern, ob ich meinen Himbeer-Essig richtig ansetze und habe dafür natürlich Menschen mit echter Expertise angeschrieben. Luisa und Michael Möllers von Möllers Erdbeeren aus Ochtrup, die auch köstliche Himbeeren anbauen.

Da ihr Rezept natürlich viel besser war als meins, teile ich es gerne mit euch. Aber: Es kommt noch mehr! Im Austausch über unsere Lieblingshimbeerrezepte haben Luisa und Michael betont, dass sie ihre gerne an euch weitergeben möchten. So lieb!

Ich unterteile sie in zwei Blogbeiträge, damit es für euch übersichtlicher ist. Teil 1 beinhaltet den Essig, Quark mit Himbeersauce und Himbeeraufstrich.

Natürlich bekommt ihr Möllers Spezialitäten auch in ihrem schönen Hofladen in Ochtrup, Wester 2. Alle Produkte sind mit dem Münsterland-Siegel ausgezeichnet, da sie im Münsterland geerntet und produziert werden.

Direkt am Hof könnt ihr auch die Erdbeer- und Himbeertunneln sehen. Dort erfolgt der Anbau witterungsgeschützt in Folientunneln, doch die Hitzewelle hatte ein paar Auswirkungen. Himbeeren sind Schattengewächse, daher halten sie starke Hitze nicht aus. Die Pflanzen lassen die Blätter hängen, reife Früchte lassen sich nicht mehr vom Strunk entfernen, zudem erleiden sie schneller einen Sonnenbrand und werden faul. Denn weißen Sonnenbrand könnt ihr auf dem linken Bild erkennen.

Um die empfindliche Ernte zu schützen, werden in dem Familienbetrieb schwarze oder dunkelgrüne Schattierungs- Netze verwendet, die die Temperatur im Tunnel um 2 bis 3 C° senken, zudem ein Sonnenschutz sind und die allgemeine Überhitzung der Pflanzen vermeiden.

„Zusätzlich setzen wir eine Wasserverneblung durch Düsen innerhalb des Tunnels ein, die zwei Grad ausmacht. Und eine Kühlung mittels Beregnungsanlage von außen oberhalb der Tunnel“, erklärt Michael Möllers.

Eure Himbeeren werden also mit viel Einsatz und Liebe zur Landwirtschaft geschützt und geerntet.

Hier kommen die Rezepte:

Himbeer-Essig mit 500 g frischen Himbeeren und 500 ml Weißwein- oder Balsamico-Essig

Zubereitung:

Die gewaschenen Himbeeren mit dem Essig in eine große Schale geben, mit einem Geschirrtuch abdecken und für etwa zehn Tage an einen geschützten Ort ziehen lassen.

Regelmäßiges Umrühren etwa zwei oder drei Mal pro Tag ist sehr wichtig. Anschließen die Masse durch ein sehr feines Sieb in eine gut verschließbare Flasche geben. Kein Mulltuch verwenden, da es schnell mit den Früchten verklebt und die Flüssigkeit nicht gut durchlässt.

Extra-Tipp: Auf keinen Fall pürieren oder viele kaputte Früchte nehmen, da das für eine kürzere Haltbarkeit sorgt.
Abgefüllt und dunkel gelagert hält sich der Himbeer-Essig jahrelang, sagt Michael.

Luisas Empfehlungen:
Himbeer-Essig schmeckt super in öligen Dressings und zu herben Salatsorten. Die Farbe ist zudem ein Blickfang.
1 EL morgens in ein Glas Wasser: schmeckt gut und regt den Stoffwechsel an.
1 TL in (zu) süßen Sekt macht ihn säuerlich erfrischend.

Quark mit Himbeer-Sauce

Zutaten:

500 g Joghurt

500 g Magerquark

Vanille-Zucker und Zucker nach Geschmack

für die Sauce:

1kg passierte/pürierte Himbeeren

200 g Zucker

200 g Gelierzucker 2:1

200 ml Zitronensaft frisch gepresst

Zubereitung:

Die Himbeeren aufkochen, pürieren und passieren. Luisas Tipp: Kerne entfernen durch „Flotte Lotte“. Die passierte Himbeermasse mit Zucker, Gelierzucker und Zitronensaft aufkochen.

Die fertige Himbeersoße heiß in Gläser füllen, diese mit Deckel verschließen und für einige Minuten auf dem Kopf stehen lassen. Danach richtig herum stellen, abkühlen lassen.

Joghurt, Quark und Zucker cremig verrühren und mit der Sauce garnieren. Am besten noch ein paar frische Beeren in die Schüsseln geben.

Himbeer-Aufstrich

Zutaten:

1 kg passierte Himbeeren

0,5 kg (1 Pck) Gelierzucker 2:1

1 Spritzer Zitronensäure oder ½ gepresste Zitrone

Zubereitung:

Die Himbeeren aufkochen, pürieren, danach passieren (Kerne entfernen durch „Flotte Lotte“). Die passierte Himbeermasse mit Gelierzucker und Zitrone aufkochen, bis der Schaum verkocht ist.

Himbeeraufstrich heiß in Gläser abfüllen, mit Deckel verschließen und für ein paar Minuten auf den Kopf stellen. Wieder umdrehen und abkühlen lassen.

Luisas Tipp für den Geliertest: Einen Löffel des heißen Aufstrichs auf einen kalten Teller geben und schauen, ob er beginnt zu gelieren. Wenn nicht, einfach etwas Gelierzucker nachgeben. Durch die Säure und unterschiedliche Wasseranteile der Früchte braucht es manchmal mehr Gelierzucker.

Wir wünschen euch guten Appetit!

Rezepte: Luisa und Michael Möllers

Text und Fotos: Miriam Lethmate

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