Selbstgebackener, saftig-süßer Hefestuten, großzügig mit Butter und Marmelade bestrichen, dazu eine dampfende Tasse Earl Grey oder schaumiger Cappuccino – perfekter Start in einen gemütlichen Herbsttag. Passend zur Jahreszeit darf ich euch heute ein Rezept von Viktoria Voß vorstellen, das dem Stuten durch die Beigabe von Lupinenmehl eine besondere Note und durch die Beigabe von Kürbis eine besondere Farbe verleiht.
Viktoria und ihr Mann Burkhard bewirtschaften ihren Bauernhof in Rinkerode und bieten unter dem Namen „Eickenbecks Hofgenuss“ viele leckere, gesunde Lebensmittel aus Süßlupinen an, ausgezeichnet mit dem Münsterland-Siegel, da alle Produkte in der Region hergestellt werden.
Die Lupine, eine Hülsenfrucht, ist ein heimisches Superfood, enthält sie doch hochwertiges und gut verdauliches Eiweiß mit wichtigen Aminosäuren. Spannend für Vegetarier und Veganer: Der Eiweißgehalt kommt nah an den von Sojabohnen heran, der Rohfettgehalt der Süßlupine ist aber deutlich geringer als bei der Sojabohne. Außerdem ist das in der Lupine enthaltene Fett von ausgezeichneter Qualität und enthält wertvolle ungesättigte Fettsäuren. Die Körner enthalten sogar Vitamin C und B-Vitamine, die Mineralstoffe Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium, Zink und Eisen sowie Ballaststoffe, die präbiotisch wirken.
Beim Backen sollte das Süßlupinenmehl immer mindestens ein Fünftel, höchstens ein Drittel, der im ursprünglichen Rezept angegebenen Menge von Weizenmehl ersetzen.
Hier nun das Rezept für den Kürbis-Lupinenstuten:
Zutaten
- 375 g Hokkaidokürbis
- 150 ml Milch
- 50 g Butter
- 350 g Dinkelmehl Typ 630
- 100g Lupinenmehl (Link zum Onlineshop)
- 1 Päckchen Trockenhefe
- 1 TL Salz
- 1 EL Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
Zubereitung
Den Kürbis gut waschen, in Spalten schneiden, die Kerne entfernen. Die Schale kann beim Hokkaido mit verzehrt werden, das ist Geschmackssache. Die nach dem Entfernen der Kerne übrig gebliebenen ca. 250 Gramm Kürbis in grobe Stücke schneiden.
Kürbisstücke in einem Topf mit etwas Wasser ca. 20 Min. weichkochen.
Anschließend Wasser abgießend und den Kürbis mit Gabel zerdrücken bzw. pürieren. Milch erwärmen und Butter darin zerlassen.
Für den Hefeteig: Dinkel- und Lupinenmehl in einer Schüssel vermischen. Die Kürbismasse und übrige Zutaten hinzufügen und mit einer Küchenmaschine oder einem Mixer zu einem Teig verarbeiten. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sich etwa verdoppelt hat.
Eine Brotform einfetten und mehlen. Den Teig kurz durchkneten und in die Form geben. Teig mit Wasser bestreichen. Wer mag, kann ihn mit Kürbiskernen verzieren. Den Teig erneut gehen lassen, bis er sich deutlich vergrößert hat.
Den Backofen auf 200 Grad Ober- u. Unterhitze oder 180 Grad Heißluft vorheizen. Backform in den Backofen geben und ca. 30 Minuten backen. Anschließend das Brot auskühlen lassen.
Guten Appetit und einen schönen Herbst!

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Das Rezept klingt sehr interessant – ich würde es gerne nachbacken. Aber im Rezept werden 375 g Kürbis angegeben, von denen 250 g verarbeitet werden. Was passiert mit den restlichen 125 g? Für welche Backform ist dieses Rezept gedacht.
Lieber Peter, schön, dass du das Rezept ausprobieren möchtest und danke fürs Mitdenken!:) Es ist tatsächlich so gemeint, dass man einen Kürbis von etwa 375 Gramm kauft, damit nach dem Entfernen der Kerne etc. ca. 250 g übrig bleiben. Nicht jeder möchte z.B. die Schale mit verarbeiten, obwohl man das natürlich kann. Als Backform eignet sich am besten eine handelsübliche, kastenförmige Brot- und Backform – du kannst den Teig aber natürlich auch in einer runden Form backen, wenn du das schöner findest. Viel Spaß beim Testen!
Viele Grüße
Paula Pumpernickel
PS: Ich habe das Rezept gerade angepasst, damit es verständlicher ist. 🙂
Prima – so ist verständlicher. Mit der Kastenform hab ich trotzdem noch ein Verständnisproblem. Ich selbst nutze 2 kg-Backformen. Das ist sicherlich nicht handelsüblich. Was aber ist Handelsüblich: 1 kg oder 1,5 kg-Kastenform?!?
Hallo Peter, hier kommt die Expertinnenantwort von Viktoria Voß: „Ich backe immer in Stoneware, z.B. von Pampered Chef. Darin backe ich imner 1 kg-Brote. Stoneware ist ein tolles Material zum Backen. Ton erwärmt und backt das Brot gleichmäßig und dadurch werden die Backergebnisse von ihrer Qualität besser. Durch die Backeigenschaften von Ton wird ein Klima im Backofen erzeugt, was man normalerweise aus einem Steinbackofen kennt.“
Aber Viktoria backt natürlich sehr viel mit ihren Lupinenmehlen. Wenn du es erstmal ausprobieren möchtest, nimmst du eine 1-kg-Brotbackform, die dir am ehesten zusagt, z.B. gusseisern oder aus Silikon.
Melde dich sehr gerne, wie dein Stuten geworden ist. 🙂
Schöne Grüße
Paula Pumpernickel