Hofladen Frollein Muh

Edles Eichenholz verleiht dem großzügigen, hellen Raum einen rustikalen Glanz. Die Theken und Regalböden sind alle aus Eiche, handgefertigt. Ebenso wie die Produkte, die sorgsam in den (Kühl-)Regalen aufgereiht wurden. Hier bei Frollein Muh in Südkirchen ist alles bereit für die feierliche Eröffnung!

Julia und Martin Schulte Althoff haben die vergangenen 14 Monate an ihrem neuen Großprojekt gearbeitet, welches nun auf Besucher und Kunden wartet. Am Freitag, 14. Januar 2022, 15 bis 18.30 Uhr, dürfen Freunde des regionalen Genusses nach Herzenslust im Hofladen stöbern und zuschlagen.

Wie der Name vermuten lässt, ist die Hauptzutat der Eigenprodukte von Frollein Muh frische Milch von Kühen, die im Offenstall leben. „Die Kuh sucht sich aus, was sie machen will“, bringt Landwirt Martin Schulte Althoff das Konzept auf den Punkt. Der Erfolg gibt dem Ehepaar Recht: Es ist keineswegs ein Klischee, dass die zufriedenen Kühe mit viel Frischluft und Sonnenlicht sehr gut gedeihen. Dies war den beiden Landwirten von Anfang an sehr wichtig, als sie ihre Bauernhofmolkerei aufbauten. Julia Schulte Althoff stellt alle Produkte hier traditionell und naturverbunden aus der Milch der rund 100 Kühe her.

2017 erfüllte sich Familie Schulte Althoff den nächsten Traum und hob das Start-up „Milchtankstelle“ aus der Taufe. Mehrere Automaten in dem schwedisch anmutenden roten Holzhäuschen bieten den Kunden von 5 bis 21 Uhr hofeigene Produkte wie Milch, Joghurt, Frischkäsedips oder Quark an. Sie sind übrigens alle mit dem Münsterland-Siegel ausgezeichnet.

Zu kaufen gibt´s außerdem Eier der freilaufenden Hühner, die jeden Gast direkt bei Ankunft von der Wiese aus begrüßen. Oder auch im Häuschen selber, wie ich entzückt feststellen durfte. Da fühlt man sich sofort absolut willkommen!

Kartoffeln, Marmelade, Eintöpfe runden das Angebot der Milchtankstelle ab, welche vor allem in den Lockdowns die Kunden in Scharen anzog. Der Gedanke eines eigenen Hofladens, mit dem das Paar schon länger gespielt hatte, nahm in dieser Zeit sehr konkrete Formen an.

„Wir sind total froh, dass sich alles so gut entwickelt hat. Man muss an seinen Visionen festhalten. Auf jeden Fall wird man jedes Mal um einige Erfahrungen reicher“, sagt Julia Schulte Althoff lächelnd.

Und so verwandelte sich ein ehemaliger Stall in einen modernen Hofladen. Wo nun der hübsche Kassentresen steht, war früher der Kälberbereich. Diese wohnen heutzutage im bequemen Kälberiglu. Wer mag, darf nach Absprache mit Schulte Althoffs zu den Ladenöffnungszeiten auch einen Blick auf Kühe und Kälbchen werfen.

„So viele Leute möchten wissen, wo und wie die Tiere groß werden. Das erfüllen wir gerne. Aber man muss auch aufpassen“, sagt Martin Schulte Althoff. Nein, nein, er hat nichts zu verbergen, im Gegenteil. Aber feste Zeiten für einen Blick in den Stall seien sehr wichtig, weiß der Papa zweier Töchter. „Wir müssen hier auch mal mit Radladern oder Schleppern über den Hof fahren. Da passen wir alle zusammen sehr gut auf, denn natürlich rennen die Kinder der Kunden auch mal fröhlich über den ganzen Hof.“

Ich finde es super, dass das Paar auf solche alltäglichen Abläufe hinweist, denn das zeigt, wie sehr hier an alles gedacht wird. Diese Wertschätzung geben die Kunden gerne an Schulte Althoffs zurück: Viele Neukunden, die den Hof in den Lockdowns entdeckt hatten, sind mittlerweile Stammkunden und freuen sich über das nun gewachsene Sortiment im Hofladen.

Diesen hat Martin Schulte Althoff, wie seine Frau zurecht stolz erzählt, mit einem Freund alleine gebaut. „Ja, wirklich, alles eigene Handarbeit.“ Die komplette Entkernung und den Ausbau haben die beiden abends und an Wochenenden gestemmt. Am coolsten finde ich – ok, abgesehen vom Schaufenster in die Käserei, wo man direkt sehen kann, wie z.B. im Quarkkessel gerührt wird –  die schon erwähnten Bestandteile aus Eichenholz.

„Das Regalbrett hier ist mit der Theke verwandt“, sagt Julia Schulte Althoff lachend. Als nämlich vor zehn Jahren eine Eiche im nahen Wald gefällt werden musste, wusste das Paar zwar nicht, was genau es mit dem Holz machen wollte. Dass es jedoch eines Tages in den Hof integriert werden würde war klar. Nun also hat Martin Schulte Althoff die schicken Borde und Theken aus der alten Eiche gefertigt. Und außerdem den vermutlich bildhübschesten Desinfektionsmittelständer im gesamten Münsterland. Also, schaut mal vorbei, es lohnt sich!

Öffnungszeiten: donnerstags und freitags, 15 bis 18.30 Uhr, und samstags, 10 bis 13 Uhr.

Auswahl des hofeigenen Angebots

Naturjoghurt

Fruchtjoghurt, z.B. Bratapfel, Zwetschge-Zimt, Kirsche

Frischkäsedips, z.B. Bruschetta, Rote Zora, Kräuterhexe

Fruchtjoghurtdrinks, z.B. Erdbeere, Blaubeere

Milch

Eier

Küchenfertig portioniertes TK-Fleisch von eigenen Rindern

Empfehlung weiterer Produkte aus der Region

Spirituosen der Kornbrennerei Gerbermann, Everswinkel, ausgezeichnet mit dem Münsterland-Siegel

Brotbackmischungen vom Hof Schulze Westerhoff, Havixbeck, ausgezeichnet mit dem Münsterland-Siegel

Auswahl weiterer Produkte aus der Region

Eintöpfe, engewecktes Fleisch der Landfeischerei Volle, Olfen

Kuchenbackmischungen, Müsli, Fruchtaufstriche vom Hof Löbke, Ibbenbüren

Nudeln von Nudelhühner, Ahlen

Text und Fotos: Miriam Lethmate

6 Kommentare Gib deinen ab

  1. Sabine Soucek sagt:

    Der Artikel ist schon sehr werbegeprägt. Wie kann man als Journalist schreiben: war früher der Kälberbereich. Diese wohnen heutzutage im bequemen Kälberiglu. Haben Sie sich mit dem Thema Kälbeiglu schon einmal beschäftigt? Haben Sie die Mutterkuh tagelang nach ihrem Nachwuchs brüllen hören? Können Sie es gutfinden, dass die Kälber fast immer mit Milchaustauscher gefüttert werden statt mit Muttermilch? Das ist in der konventionellen Milchwirtschaft so…schlimm genu…aber auch noch von einem bequemen Kälberiglu zu schreiben, ist schon sehr realitätsfern.

    1. Hallo Frau Soucek,

      wenn Sie einmal in das „About“ unserer Seite schauen, werden Sie lesen, dass der Blog über Mitglieder des Münsterland-Siegels berichtet und Öffentlichkeitsarbeit betreibt. Das können Sie natürlich als „werbegeprägt“ einstufen. Jedoch schreiben wir über das, was wir vor Ort sehen, hören und erleben. Vielleicht sollten Sie sich selber ein Bild vom Hof machen? Dann könnten Sie auch mit den Landwirten in den Austausch treten und nicht pauschal vorverurteilen, dass dort „die Mutterkuh tagelang nach ihrem Nachwuchs brüllt“. Ich weiß nicht, ob Sie je journalistisch gearbeitet haben, aber solche Aussagen, die auf keinerlei Recherche beruhen, sind davon weit entfernt.
      Wir freuen uns über jeden Kommentar, der auf Tierwohl aufmerksam macht und die Kunden dafür sensibilisiert, Tiere als Lebewesen und nicht als Produkt zu betrachten. Jedoch freuen wir uns ebenso über Kritik, die nicht destruktiv ist. Die Kontaktdaten des Hofs Schulte Althoff finden Sie am Ende des Textes.

      Freundliche Grüße
      Miriam Lethmate, Verfasserin des Blog-Beitrags

  2. Sabine Soucek sagt:

    Interessant, dass Kommentare noch freigeschaltet werden müssen…das sagt doch schon sehr viel aus….

    1. Hallo Frau Soucek,

      wir erhalten viel Spam, teilweise absolut nicht jugendfrei, und möchten unsere Seite davon befreien, daher schauen wir uns jeden Kommentar vorher an. Jeder, der zum Thema kommentiert, wird natürlich freigeschaltet. Ich finde es bedenklich, dass Sie erneut vorverurteilen, ohne sich Argumente für das Vorgehen anzuhören oder sogar selber versuchen, es sich zu erklären…

      Freundliche Grüße
      Miriam Lethmate

  3. Warum verlinken Sie die Betriebe nicht, über die Sie hier ausführlich berichten? Wäre doch für die Unternehmen, Restaurants und Hofmärkte förderlich, mit einem Klick direkt auf deren Seite zu kommen, um sich über dortige Angebote, Events, Speisekarten und sonstiges direkt zu informieren, einzukaufen usw.

    1. Sehr geehrter Herr Böhmer,

      alle Betriebe im Blog sind vorzüglich verlinkt: Website, Münsterland-Siegel-Seite, Social Media-Accounts sowie die Kontaktinfos und Adresse via Google Maps. Mehr geht nicht 😉
      Bei Frollein Muh ist es so, dass der Betrieb keine eigene Website hat. Alle Kontaktmöglichkeiten sind selbstverständlich verlinkt.

      Herzliche Grüße
      Paula Pumpernickel

Kommentar verfassen