Parkhotel Hohenfeld

VordereTerrasseEine kleine Allee führt mich über Kopfsteinpflaster direkt zum Eingang des Parkhotel Schloss Hohenfeld in Roxel. Das große weiße Haupthaus mit den blau-weißen Fensterläden liegt inmitten des hoteleigenen Parks und wirkt gar nicht so alt, wie ich es von einem Schloss erwartet hatte. Hoteldirektor Thorsten Miebach und seine Frau Heike nehmen mich im Eingangsbereich in Empfang. Die Familie Miebach ist schon sehr lange in der Hotelbranche tätig und bringt viel Erfahrung aus den unterschiedlichen Häusern mit ins Münsterland. Mit dem Parkhotel erfüllte sich der Wunsch der Familie Miebach, ein eigenes Hotel im Grünen zu führen, das dennoch stadtnah gelegen ist und dem sie ihre ganz persönliche Note geben können. Seit 2006 sind sie die Pächter von Schloss Hohenfeld. Seit 2009 führt es Thorsten Miebach. Seine Frau Heike ist im Hotel für den Verkauf und das Marketing verantwortlich – und das funktioniert offenbar ausgezeichnet. Denn im Hotel herrscht reger Frühstücksbetrieb. „Am Wochenende und in den Ferien beherbergen wir viele Touristen und Kurzurlauber. In der Woche kommen die Geschäftsreisenden“, erklärt Heike Miebach. Die Lage des Hotels ist für beide Gruppen ideal. Nur sechs Kilometer trennen das Parkhotel von der münsterschen Innenstadt – und deshalb kommen auch gerne die Münsteraner und Münsterländer aus dem Umland zum Essen oder auf ein Getränk hierher.
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„Unser Parkrestaurant besteht aus drei Räumlichkeiten“, erklärt mir Heike Miebach. Im ersten Zimmer fällt mir direkt der offene Kamin auf. Von hier aus hat man einen tollen Blick in den Park. An kalten Tagen wäre das Kaminzimmer meine erste Wahl. Das Landhauszimmer ist ebenfalls stilvoll-rustikal eingerichtet, und der Salon Olfers, der dritte Raum des Restaurants, bringt gleich eine besondere Geschichte mit. Er trägt den Namen des Erbauers von Schloss Hohenfeld, Heinrich von Olfers.
Von Olfers war ein münsterscher Bankier und später, in der Mitte des 19. Jahrhunderts, auch Oberbürgermeister von Münster. Er kaufte das landwirtschaftliche Gut und gab ihm den Namen Hohenfeld, weil es in erhöhter Lage über der Aa liegt.Hotelansicht
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Neo-Barockkapelle des Hauses…
Das Schloss ließ er 1830 bauen. „Im Zweiten Weltkrieg wurde das Haupthaus aber so stark beschädigt, dass es abgerissen werden musste“, erzählt Heike Miebach. Jetzt weiß ich also, warum das Hotel-Restaurant Schloss Hohenfeld so unerwartet neu aussieht: Es wurde erst 1967 wieder aufgebaut. Nur der Giebel des Haupthauses auf der Parkseite stammt noch vom ursprünglichen Bau. „Der Seitenflügel des Schlosses wurde im Krieg zum Glück größtenteils verschont. Früher waren hier die Wirtschaftsräume, heute können unsere Gäste in der Bierstube Börneken westfälische Gerichte bestellen oder im sogenannten Pferdestall feiern“, erklärt Heike Miebach. Ihr Mann ist schon ein Stückchen vorgelaufen. Er steht an einer kleinen Kapelle und öffnet die Holztür. „Sie ist die am besten erhaltene Neo-Barockkapelle in Westfalen“, sagt Thorsten Miebach.
Bilder v. Digi 197
Da passt es, dass die Küche des Hauses sich auch einen Namen gemacht hat, der über die Grenzen Münsters hinausgeht. Zu verdanken ist das natürlich vor allem dem Küchenchef und seinem Team. Unverkennbar: Der sympathische, großgewachsene Mann mit der weißen Kochjacke und der Schürze ist Küchenchef Albert Forsting. Er ist im Laufe seiner Kochkariere schon viel rum gekommen, erfahre ich, und hat unter anderem in Meppen, Köln, Hannover und der Schweiz gekocht. Seit 2001 ist er Koch im Parkhotel. Auch Restaurantkritiker wie die des „Feinschmeckers“ und des „Großen Restaurants & Hotel Guides“ schätzen die Küche von Albert Forsting sehr.

Regional ja, aber nicht nur …
Genau wie Heike und Thorsten Miebach stammt er gebürtig nicht aus dem Münsterland. Wie es unter diesem Umständen wohl mit der regionalen Küche aussieht? Der Küchenchef lacht, als ich meinen Gedanken laut ausspreche. „Wir haben keine rein westfälische Küche, unsere Gäste mögen eine gute Mischung. Wir bezeichnen sie eher als deutsche Küche mit regionalen und mediterranen Einflüssen“, erklärt mir Albert Forsting. „Auf der Karte der Bierstube Börneken finden unsere Gäste natürlich auch Klassiker wie Töttchen, eine westfälische Kartoffelsuppe oder Stippmilch mit Kirschen und Pumpernickel. Wir wechseln unsere Gerichte aber sehr häufig und möchten eine große Vielfalt anbieten. Daher koche ich auch mit Lebensmitteln, die es hier in der Region nicht gibt, oder nicht in ausreichenden Mengen erhältlich sind. Denn zwei bis drei Tage sollte ein Gericht schon auf der Karte bleiben, bevor mir die Zutaten ausgehen.“

Rustikale Bierstube…
Börneken ist übrigens die westfälische Bezeichnung für Quellchen. Und die Bierstube mit ihrem rustikalen, westfälischen Charme kann man auf Schloss Hohenfeld wohl als Quelle der saisonalen und westfälischen Gerichte bezeichnen. Albert Forsting hat sich im Laufe der Jahre ein breites Netzwerk an Lieferanten aus der Gegend aufgebaut, erfahre ich. Er weiß genau, woher er wann was und von wem am besten bekommt. „Ich kenne unsere Produzenten aus der Region fast alle persönlich“, sagt der Küchenchef. „So bekomme ich frische Produkte und wenn doch mal etwas ausgeht, kann man mal eben hin fahren.“ Zum Beispiel zum Milchhof Große Kintrup und zum Spargel- und Erdbeerhof Bäcker. Denn diese regionalen Produkte verwendet Forsting unter anderem.

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In der Küche…
… wird allerdings gerade Fisch zubereitet. Koch Holger Adick würzt hierfür das Zanderfilet mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer. Anschließend brät er den Fisch mit etwas Olivenöl und Butter in der Pfanne an. Dann kommen noch einige Kräuter hinzu. Der Duft breitet sich in der modernen Hotelküche sofort aus. Das Filet wird mit einem frisch gemachten Birnen-Rahmspinat und Kartoffeln angerichtet. Auf dem Teller entsteht vor meinen Augen ein kleines Kunstwerk. Fast zu schade, um es direkt aufzuessen, aber da müssen alle Gäste des Parkhotel Schloss Hohenfeld durch. Jetzt muss ich mich nur noch entscheiden, in welchem Raum des Restaurants ich essen möchte. Oder vielleicht doch auf einer der Terrassen mit Blick in den Park…
Das Rezept findet ihr hier im Rezeptbuch.

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Übrigens: Heike Miebach lässt sich regelmäßig besondere Aktionen und Veranstaltungen für die Gäste einfallen. Wie das „i-Männchen-Buffet“ am Tag der Einschulung, bei dem die Erstklässler im Mittelpunkt stehen, oder der „Jazz-Frühschoppen“. Dieser findet regelmäßig am 1. Mai im Schloss-Park statt – mit Live-Musik, Kinderprogramm und einer Oldtimerausstellung. Einfach Picknickdecke mitbringen und die Atmosphäre genießen.

Der gesamte Restaurant-Bereich ist im Frühjahr 2017 aufwändig erneuert worden: Die westfälischen und mediterranen Spezialitäten können nun in elegantem, aber dennoch sehr behaglichem Ambiente genossen werden. Naturtöne in Grün, Blassgelb und Beige dominieren den Salon Olfers, dessen Blickfang die mit Jagdmotiven verzierte Stofftapete ist. Kaminzimmer, Salon und das Landhaus-Restaurant für die Hotelgäste sind nun klimatisiert. Natürlich wurden auch die Bar und die Lobby neu designet – hier ein paar Appetithäppchen:

Parkhotel Hohenfeld Kaminzimmer
Heike und Thorsten Miebach im Kaminzimmer.
Parkhotel Hohenfeld Olfers
Der Salon Olfers
Parkhotel Hohenfeld Bar
Die Bar ist, ebenso wie die Lobby, in stylisher Grau-Orange-Kombination eingerichtet.
Parkhotel Hohenfeld Landhausrestaurant2
Im Landhaus-Restaurant gibt es demnächst Live-Cooking.

Bildergalerie:

Was Regionalität und Nachhaltigkeit für das Parkhotel Hohenfeld heißt, findet ihr hier…

Parkhotel Schloss Hohenfeld
Dingbängerweg 400
48161 Münster
Tel: 02534 8080

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Fotos: Maren Kuiter/ Miriam Lethmate. Text: Joana Holthaus

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