Eine spannende Kombination aus historischen Einblicken und Aspekten modernster Landwirtschaft erwartet euch zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 8. September, in Drensteinfurt-Rinkerode. Von 11 bis 18 Uhr freuen sich Viktoria und Burkhard Voß von Eickenbecks Hofgenuss auf viele Gäste, die gucken und kosten möchten. Auf dem Hof werden nicht nur Schweine gehalten, sondern seit mehreren Jahren auch blaue Süßlupinen angebaut, aus denen vegane und vegetarische Leckereien wie Falafel, Burgerpatties, Hummus, Mehl oder Nudeln hergestellt werden. Mein besonderer Liebling ist ja der Lupinenkaffee, da er koffein- und säurefrei ist – super also, wenn man einen empfindlichen Magen hat oder mal abends um neun Kaffee genießen möchte.

Am Foodtrailer von Familie Voß könnt ihr am Sonntag verschiedene Lebensmittel aus Lupinen probieren, zudem stellen sich rund 15 regionale Initiativen und Betriebe aus dem Lebensmittelsektor vor. Das Münsterland-Siegel, mit dem auch die Produkte von Eickenbecks Hofgenuss ausgezeichnet sind, ist ebenfalls dabei. Angeboten wird leckeres Brot der Bäckerei Geiping aus Lüdinghausen mit den Eickenbeck-Aufstrichen und Käse aus der Hafenkäserei Münster.
Moderne Landwirtschaft, die einen Beitrag zur Ernährungswende leistet, ist für Burkhard und Viktoria Voß ein wichtiges Thema: „Es ging uns um die Idee, eine Alternative zum Fleisch anzubieten. Die Landwirtschaft muss neue Wege gehen“, betont Viktoria.


Um das gesamte Thema transparent vorzustellen, wurden beispielsweise der Ernährungsrat Münster, die Food Processing Initiative, Das Food-Lab der FH Münster oder das Start-up Stallgrün eingeladen. Spannend wird es sicher, wenn ein Feldroboter vorführt, wie er im Vertical Farming funktioniert, oder Ulrich Averberg aus Ahlen die Vorzüge seiner Spirulina-Algen erläutert.
Den passenden historischen Kontext dazu setzt der pittoreske Getreidespeicher, der um 1880 auf dem Hof erbaut wurde. Heute steht das Fachwerkgebäude natürlich unter Denkmalschutz, früher wurde darin Getreide gelagert und zu Mehl gemahlen. „Der Onkel von Burkhard ist jetzt 80 und hat noch erlebt, dass der Speicher das Wohnhaus der Mägde war“, erzählt Viktoria.
Das ist ja das Besondere am Tag des offenen Denkmals: Es gibt so viele sichtbare Hinweise, spannende Anekdoten und wiedererweckte Erinnerungen, die die Verbindungen zwischen Geschichte und Gegenwart knüpfen.
Extra-Tipp: Den Foodtruck samt Personal zum Zubereiten des Streetfood könnt ihr für eigene Feiern etc. mieten:

Text: Miriam Lethmate | Fotos: Eickenbecks Hofgenuss, Miriam Lethmate
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